Ratsherrenmähli 2016

Ein zünftiger Umbau

Auf der Einladung zum 45. Ratsherrenmähli der Zunft zu Rebmessern stand als Thema: Das Basler Stadtcasino vor dem Umbau. Urs Giger, Bauherr und langjähriges Mitglied der Casinokommission, zeigte uns Zünftlern die Schönheiten und Schattenseiten des Stadtcasinos; er ermöglichte uns einen Einblick in sonst verborgene Räumlichkeiten. Das bevorstehende Umbauprojekt, aufmerksam begleitet von der Denkmalpflege, wird den 1876 erbauten Musiksaal und das Casinogebäude mit dem Restaurant aus dem Jahr 1939 voneinander trennen. Dort wo heute das Foyer und das Treppenhaus sind, entsteht eine Gasse vom Steinenberg zum Barfüsserplatz. Der heutige Garderobentrakt wird von den Architekten Herzog & de Meuron gegen die Barfüsserkirche hin durch einen Anbau ersetzt, welcher etwa dem Volumen des Musiksaales entspricht. Darin sind ein zweistöckiges Foyer mit Eingang vom Barfüsserplatz her, neue Büroräumlichkeiten, Diensträume und eine Lüftungsanlage enthalten. Im Musiksaal mit seiner ausgezeichneten Akustik werden die Fenster wieder geöffnet, der Balkon in die frühere Neigung versetzt, die Bestuhlung ausgewechselt und farbliche Erneuerungen geprüft. Die Räume, wo sich Künstler auf ihren Auftritt vorbereiten, werden saniert, wobei die engen Verhältnisse leider nicht verändert werden können. Mit der Unterkellerung des Musiksaales kommen nicht nur statische Probleme auf das Bauvorhaben zu, auch die Archäologen werden in Erscheinung treten. Dank einem Teilkredit des Kantons Basel-Stadt, namhaften Spenden an die Casinogesellschaft und einigen Hypotheken ist der Kostenrahmen von 77,5 Millionen Franken gesichert. Das Bauvorhaben beginnt mit Vorbereitungen nach der diesjährigen Fasnacht, der eigentliche Umbau im 2017; er soll im 2019 fertig werden. Beim anschliessenden Apéro und dem ‚Mähli’ im Restaurant Kornhaus konnten die Eindrücke von diesem imposanten Bauvorhaben diskutiert und vertieft werden. Zeremonienmeister Markus Kilchherr und Statthalter Urs Giger verdienen einen grossen Dank für dieses tolle Programm.

 

Rolf Küfer

Chronist