'Zunft-Famile im Elsass'

Es wäre reizvoll, aber anspruchsvoll, diesen Bericht im ‚Elsässerditsch z’schriiwa?. Im Internet kann aber dazu folgendes gelesen werden: ‚Wia alla Dialekta, wird ‚s’Elsassischa meischtens gsprocha. Im Alltàg, fer schriiwa, tien d Elsasser ehnder a Stàndàrdsproch verwanda: Hoochditch, Franzeesch, mankmol sogar a Mischung vu dana beida Sprocha’. Also lasse ich das!

In einem Bus führte Zeremonienmeister Markus Kilchher eine stattliche Teilnehmerschar nach Ungersheim ins écomusée d’alsace, dem grössten lebendigen Freilichtmuseum Frankreichs. Auf einem spannenden Rundgang wurde unsere Zunftfamilie in waschechtem ‚Elsässerditsch’ über viele Sehenswürdigkeiten und bautechnische Details informiert. Das Museum ist wie ein Dorf Anfang des 20. Jahrhunderts aufgebaut. 1971 habe eine Gruppe junger Geschichts- und Architekturstudenten beschlossen, ein Projekt zur Erhaltung zahlreicher Gebäude ins Leben zu rufen. Als Folge davon wurde 1980 das erste Haus eines Taglöhners in Kötzingen abgebaut und hier in Ungersheim wieder aufgebaut, der Anfang des Muesums. 1984 öffnete das écomusée seine Tore für das breite Publikum. Auf einer gemächlichen Bootsfahrt konnten wir auf dem ‚Dorfbach’ die Informationen zu den verschiedenartigen Riegelbauten Revue passieren lassen und das sommerliche Wetter geniessen. Den Abschluss fand diese gemütliche Reise bei einem köstlichen Nachtessen im Restaurant Au Lion Rouge in Barthenheim.

 

Rolf Küfer, Chronist